Festgeld als Anlageform? Die Vor- und Nachteile
8. Dezember 2008 – 22:51Als Festgeld werden so genannte Termineinlagen (siehe Brockhaus) bezeichnet. Geldbeträge werden hierbei für einen zuvor definierten Zeitraum zu festen Zinssätzen angelegt. Im Wesentlichen können hierbei zwei Arten von Festgeldeinlagen unterschieden werden: Zum einen gibt es Festgelder, die für eine feste Laufzeit angelegt werden. Zum Ende der Laufzeit können sie entweder als Sichteinlage weitergeführt oder aber verlängert werden. Bei einer Verlängerung gilt dann meist der aktuelle Zinssatz. Zinsen werden bei dieser Geldanlage in der Regel zum Ende der Laufzeit gutgeschrieben. Die andere Variante sind so genannte Kündigungsgelder. Hierbei handelt es sich ebenfalls um eine Festgeldanlage mit einer festgelegten Kündigungsfrist. Der Zinssatz ist hierbei oft variabel, das Geld selbst ist erst nach Kündigung oder nach Ablauf der Kündigungsfrist verfügbar. Auch Zinsen werden erst nach der Kündigung gutgeschrieben. Eines haben beide Anlagearten jedoch gemein: Ein vorzeitiger Zugriff auf die Geldeinlage ist in der Regel nicht möglich.
Ein Vergleich der möglichen Festgeldanlagen ist daher in jedem Fall sinnvoll. Bei einem solchen Festgeldvergleich sollten auf jeden Fall die Zinsbeträge und die jeweiligen Bedingungen, die teilweise mit den Zinsbeträgen verbungen sind, betrachtet werden. Die Sicherheit der Anlagen sollte ebenfals in den Vergleich mit einbezogen werden. Es sollte hierbei jedoch beachtet werden, dass es sich um vertrauensvolle Sicherungen wie beispielsweise die Einlagensicherungsfonds deutscher Banken. Hierbei sollte jedoch nach den Beträgen geschaut werden, für die die Sicherung geht. Eine Einlagensicherung von 100% wird bei einigen Banken nur bis zu einem bestimmten Geldbetrag zugesichert. Es sollte daher unbedingt darauf geachtet werden, dass der angegelegte Geldbetrag den von der Bank gesicherten Betrag nicht überschreitet.
Ein weiterer Punkt ist die von manchen Banken geforderte Mindesteinlage, die zwingend erforderlich ist um ein Festgeldkonto einrichten zu können. Diese Beträge können sich von Bank zu Bank teilweise um einige Tausend Euro unterscheiden. Da der eigene Wunschbetrag zur Festgeldanlage in der Regel bekannt ist, können hier gezielt die Banken aussortiert werden, deren Mindesteinlage den eigenen Anlagewunsch übersteigt.
Da der Geldbetrag bei einem Festgeldkonto nicht jederzeit frei verfügbar ist, ist es ebenfalls sinnvoll die Möglichkeit der frühzeitigen Auflösung des Kontos in den Festgeldvergleich mit einzubeziehen. Die Kontoeröffnung sowie die Kontoführung sind bei Festgeldkonten in der Regel kostenlos. Muss ein Festgeldkonto jedoch aus zwingenden Gründen frühzeitig gekündigt werden, können oft zusätzlich Kosten auftreten. Es sollte zudem unbedingt geprüft werden, ob eine frühzeitige Kündigung der Festgeldanlage grundsätzlich möglich ist um später keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Nicht immer ist dies ohne weiteres erkennbar und muss daher gegebenenfalls bei der jeweiligen Bank erfragt werden.
Eine Alternative wäre hier die Festgeldanlage für vergleichsweise eher kurze Zeiträume wie beispielsweise 3 Monate oder ein Tagesgeldkonto. Das Geld ist hier regelmäßiger verfügbar, die Zinserträge jedoch, gerade bei staatlichen Tagesgeldanlagen entsprechend ebenfalls etwas geringer. In jedem Fall sollten die Angebote genau geprüft werden um das richte Festgeldkonto für die eigenen Bedürfnisse zu finden.
Ein Kommentar zu “Festgeld als Anlageform? Die Vor- und Nachteile”
Festgeld ist immer noch zurecht sehr beliebt und sicher. Bei Tagesgeld sind die Zinsen ähnlich.
geschrieben von Jan am 18. Dez, 2009