Tagesgeld - in der Krise sinnvoll?!
24. Februar 2009 – 00:20Die Finanzkrise hat vielen Anlegern vor Augen geführt, welche Risiken eine Anlage in Aktien, Investmentfonds oder Renten wirklich mit sich bringt. Viele private Investoren sind aufgrund der heftigen Verwerfungen nicht mehr bereit, für eine begrenzte Renditechance derart große Risiken einzugehen. Solide Anlageprodukte wie das Tagesgeldkonto sind daher gefragter als je zuvor.
Zwar haben die meisten Institute aufgrund der sinkenden Marktzinsen auch die Guthabenzinsen für Tagesgeldkonten reduziert, allerdings bietet das Tagesgeld bei vielen Anbietern nach wie vor ansehnliche Renditen. Fünf Prozent oder mehr bieten aber nur wenige Banken. Dazu zählen beispielsweise die Credit Europe Bank, Cortal Consors oder die GE Money Bank. Hierbei ist zu erwähnen, dass lediglich die GE Moneybank und Cortal Consors dem deutschen Einlagensicherungssystem zugehörig sind. Insgesamt bietet Tagesgeld damit Renditen, von denen viele Aktionäre derzeit nur träumen dürfen.
Vor dem Hintergrund weiter sinkender Marktzinsen könnten sich die Konditionen aber auch bei diesen Instituten noch verschlechtern. Daher sollte man ggf. prüfen, ob sich eine Anlage in ein Festgeldprodukt nicht eher anbietet. Denn anders als bei Tagesgeldkonten ist der Zinssatz hier von vorne herein festgelegt, sodass fallende Zinsen keine Auswirkungen auf die Rendite haben. Mit dem Tagesgeldkonto bleibt man dagegen flexibel und kann auch kurzfristig reagieren, beispielsweise, wenn die Inflationsrate sprunghaft ansteigen sollte.